Deutschland

     
     
Dem Luchs bieten sich in Deutsch-land vor allem die waldreichen Mittelgebirge als Lebensraum an.

Neben dem Luchsvorkommen in Ostbayern, gibt es ein zweites größeres Vorkommen im Harz.
Im Schwarzwald und im Pfälzer Wald gibt es immer wieder Hinweise auf Einzeltiere, neuerdings auch im Thüringer Wald.

Im Harz wurden zwischen 2000 und 2006 insgesamt 24 Luchse aus Gehegenachzuchten wieder-angesiedelt. Mittlerweile sind zahlreiche im Freiland geborene Jungtiere nachgewiesen worden und die Population scheint sich nach Süden in den hessischen Raum auszubreiten.
  Luchsvorkommen in Deutschland
Im Pfälzerwald sollen ab dem Jahr 2016 im Rahmen eines LIFE-Projektes Luchse wiederangesiedelt werden.

Mehr zu den genannten Luchsinitiativen und -projekten
finden Sie auf diesen Websites:
 

Luchsprojekt Harz
Luchs Baden-Württemberg
Luchs Hessen
Luchs Pfälzerwald (allgemein)
Wiederansiedlungsprojekt im Pfälzerwald

     

Luchsverbreitung in Deutschland

   

Quelle: Bundesamt für Naturschutz (Hrsg.). 2014. Luchsverbreitung in Deutschland im Monitoringjahr 2013 (1.5.2013-30.4.2014).
  Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) koordiniert die Zusammenstellung der deutschlandweiten Daten zum Vorkommen des Luchses in Deutschland.

Im Jahr 2009 haben sich die Beauftragten der Bundesländer auf gemeinsame Datenstandards (SCALP-Kriterien) geeinigt und diese in den letzten Jahren weiter verfeinert.

Die Luchsdaten werden nun jährlich ausgewertet und in einer gesamtdeutschen Verbreitungskarte dargestellt.

Eine abgestimmte Karte inkl. Erläuterung liegt erstmals für das Monitoringjahr 2013 vor. Dies ist der biologisch relevante Zeitraum vom 1.5.2013 bis 30.4.2014.

     

Habitat- und Ausbreitungsmodell

   
Eine natürliche Besiedelung könnte über den Böhmerwald und den nordostbayerischen Raum, über den Schwarzwald und den Pfälzer Wald erfolgen.

Auch die bayerischen Alpen sind grundsätzlich von der Schweiz und Slowenien her für den Luchs erreichbar.

Dafür ist jedoch ein ausreichend großer Populationsdruck not-wendig. Jungtiere müssen sich dann außerhalb der bestehenden Population Lebensräume erschließen.
Notwendig ist außerdem, dass junge Luchse diese Lebensräume überhaupt erreichen können.

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Quelle:
aus Schadt et al. 2002 (verändert)
Bisher noch geeignete Wanderungskorridore dürfen nicht zerschnitten, schon bestehende Barrieren wie Autobahnen oder größere deckungsarme Kulturlandschaft müssen für Luchse wieder durchlässig gemacht werden.

Das Habitat- und Ausbreitungsmodell für den Luchs in Deutschland zeigt deutlich, wo die Chancen, aber auch die Grenzen für den Luchs liegen.
Im Hinblick auf ein sinnvolles und effektives deutschlandweites Luchs-konzept ist eine Abstimmung der einzelnen Bundesländer untereinander dringend erforderlich.