Der Luchs ist ein Pirsch- und Lauerjäger.

Luchs-Konzentration?
Im Lamer Winkel stießen im Jahr 2002 die Reviere von wahrscheinlich fünf erwachsenen Luchsen zusammen ...

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Luchs und Wildtiere

Bei der Jagd ist der Luchs Opportunist. Tierarten, die häufig vorkommen, werden bevorzugt erbeutet. Allerdings stellen in Mitteleuropa rehgroße Schalenwildarten wie Reh, Gämse oder Mufflon den Großteil der Luchsnahrung. Es ist für den Luchs energetisch günstiger, einmal mit hohem Aufwand ein großes Beutetier zu überwältigen und dann mehrere Tage daran fressen zu können als mehrmals kleinerer und damit weniger nahrhafter Beute nachzustellen.

Als Pirsch- und Lauerjäger muss er bis auf wenige Meter an sein Beutetier herankommen, um es dann mit wenigen Sätzen anzuspringen und zu überwältigen. Er testet also seine Beute nicht auf Gesundheit und Kondition, sondern auf Aufmerksamkeit. An wachsame Tiere kommt der Luchs meist gar nicht so nahe heran, dass er einen Angriff starten kann.

Ein Luchs pro 100 Quadratkilometer

Alle bisherigen Freilandergebnisse zeigen, dass Luchse viel Platz brauchen. Die in Bayern mit Hilfe der Radiotelemetrie gewonnenen Daten deuten bislang auf eine Dichte von einem erwachsenen Luchs auf knapp 100 Quadratkilometern hin. Diese Flächengröße bleibt relativ stabil, da die Luchsjungen abwandern müssen, um sich ein neues, freies Territorium zu suchen.

Luchs-Konzentrationen

   
Oft äußern sich Jäger ungehalten darüber, dass sich der Luchs in ihrem Revier besonders häufig oder gar dauerhaft aufhält. Intensive radiotelemetrische Überwachungen zeigen, dass Luchsmännchen etwa drei bis sechs Wochen benötigen, um ihr ganzes Revier zu durchwandern. Rein rechnerisch durchstreifen sie also ein Jagdrevier etwa zehn Mal im Jahr. Jedoch haben auch Luchse ihre Lieblingsgebiete. Die sind vor allem dort, wo viel Beute zu erwarten ist oder wo es ruhige Tageseinstände gibt.
Wo viele Rehe sind, da ist auch der Luchs.   Gerade im Winter kann es sein, dass Luchse bevorzugt die Rehwild-fütterungen aufsuchen, um diese künstlich hohe Beutetier-konzentration zu nutzen.

Auch die Territoriumsgrenzen werden stärker begangen, da benachbarte Luchse hier immer wieder ihren Raumanspruch über Harnmarkierungen manifestieren.