14 Tage im Leben eines Luchses
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Nahrung

In Mitteleuropa frisst der Luchs vor allem mittelgroße Schalenwildarten wie Reh, Gämse oder Mufflon.

Aber auch Rotwild, Hasen, Füchse, Wildschweine, Marder, Wild- und Hauskatzen, Kleinsäuger und Vögel gehören zum Beutespektrum.

Wie man an der langen Liste sieht, erbeutet der Luchs fast alles, was er überraschen und überwältigen kann.

 



Wehe den Unachtsamen!

   
Von seinem Körperbau her ist er auf lange Verfolgungsjagden nicht ausgerichtet: Lauern, Anpirschen, ein kurzer Sprint, ein weiter Satz - das ist die für den Luchs typische Jagdweise.

Eine Hetzjagd wie Hund oder Wolf steht der Luchs nicht durch, für eine erfolgreiche Jagd ist er als Einzeljäger auf den Überraschungseffekt angewiesen. Nach einem missglückten Jagdversuch muss der Luchs deshalb die Umgebung wechseln, um wieder auf unvorsichtiges Wild zu treffen.

Diese Jagdtaktik - auch als Intervalljagd bezeichnet - erklärt auch die enorme Reviergröße.

 


Das Mufflon ist als Korsisches Wildschaf offensichtlich nicht an große Beutegreifer angepasst.

Mufflons sind deshalb besonders anfällig für Luchsübergriffe.


Gesundheitspolizist Luchs?

   
Oft wird dem Luchs zugeschrieben, dass er nur kranke, schwache, junge und alte Tiere erbeutet.

Wissenschaftliche Studien können dies nicht belegen. Als Überraschungsjäger selektiert der Luchs nicht auf gute Gesundheit, sondern vielmehr auf Aufmerksamkeit. Unvorsichtige Beute hat der Luchs schnell, wachsame Tiere lassen dagegen den Luchs gar nicht so nah an sich heran, dass ein Angriff gelingen könnte.

Beobachtungen zeigen, dass Beutetiere, wenn sie den Luchs entdeckt haben, sogar oft auf ihn zugehen und ihm damit zeigen, dass sie ihn gesehen haben und eine weitere Jagd zwecklos ist.
 
Das bleibt von Reineke Fuchs übrig: Eingeweide und Schwanz.

  Ausgewachsenes Rotwild wird nur selten vom Luchs überwältigt.
 
Streunende Hauskatzen müssen sich vor dem Luchs in Acht nehmen.   Erwachsene Wildschweine sind offensichtlich zu wehrhaft, der Luchs hält sich an die Frischlinge.