Aktuelles 2005

9. Dezember 2005

Jahrestagung des Arbeitskreis Luchs in Nordbayern

Am Freitag, den 9. Dezember 2005, findet ab 19.30 Uhr in der Schloss-Schenke in Friedenfels die Jahrestagung des Arbeitskreises "Luchs in Nordbayern" statt. Im Rahmen der vom Arbeitskreis Luchs, Landesjagdverband und Naturpark Fichtelgebirge organisierten Veranstaltung sind auch die Luchsberater der Region eingeladen.

Auf dem Programm stehen folgende Themen: Aktuelle Situation des Luchses in Nordbayern, Fonds zur Abgeltung von Luchsübergriffen auf Nutztiere, Telemetrie von Luchs/Reh im Nationalpark Bayerischer Wald, zukünftiger Umgang mit dem Luchsthema in Bayern, Situation des Rotwilds, Erfahrungsaustausch der Luchsberater (Risserkennung und Abspuraktionen).



29. November 2005

Zweite Veranstaltung zur Luchstelemetrie im Vorwald

Das Luchsprojekt des Naturpark Bayerischer Wald e.V. will in diesem Winter Luchse im Vorwald fangen und radiotelemetrisch überwachen (vgl. "Aktuelles" vom 24.10.2005). In einer Veranstaltung im Infozentrum erläuterte Projektleiter Manfred Wölfl Vertretern von Behörden, Naturschutz, Forst und Jagd die Ergebnisse der bisherigen Telemetrie im Inneren Bayerischen Wald und die Zielsetzungen für das Projekt im Vorwald.

Ziel des Projekts ist, die Lebensgewohnheiten von Luchse in einer stärker vom Menschen genutzten Kulturlandschaft zu dokumentieren und möglicherweise junge Luchse auf ihrer Suche nach einem eigenen Revier zu begleiten.

Interessierte Revierpächter im Vorwald zwischen Straubing und Passau sollen evtl. vom Luchs erbeutete Rehe umgehend an die Luchsberater der BJV-Kreisgruppen oder direkt an Herrn Wölfl vom Naturpark (09943-943821 bzw. 0170-2759428) melden, so dass ein Fangversuch gestartet werden kann.



2. November 2005

Luchs und Jäger im Oberen Donautal

Nach den Videoaufnahmen von einem Luchs im Oberen Donautal Ende September führte der Landesjagdverband Baden-Württemberg einen Informationsabend in Sigmaringen durch.
Vor vollem Haus stellte Manfred Wölfl die Situation des Luchses in Bayern dar und erläuterte die Problembereiche und Lösungsansätze im Umgang mit der großen Katze. Anschließend wurde das System zur Erfassung von Luchshinweisen in Baden-Württemberg besprochen.



24. Oktober 2005

Information der Jägerschaft zur Luchstelemetrie im Vorwald

Der Landesjagdverband Bayern und der Naturpark Bayerischer Wald e.V. haben in einer gemeinsamen Informationsveranstaltung die Jagdkreisgruppen des Vorwaldes eingeladen. Neben der Vorstellung der bisherigen Ergebnisse aus der Luchsforschung ging es vor allem darum, die Möglichkeit einer Luchstelemetrie für die Vorwaldbereiche zu diskutieren.

Neben zahlreichen Aktivitäten zur Öffentlichkeitsarbeit hat der Naturpark Bayerischer Wald e.V. in den vergangenen Jahren Luchse am Grenzkamm radiotelemetrisch überwacht. Ziel war es, die Raumnutzung und Nahrungswahl der Luchse in den waldreichen Gebieten im Inneren Bayerischen Wald zu dokumentieren.

Jetzt will das Luchsprojekt des Naturparks auch im Vorwald Luchse fangen und mittels Halsbandsender überwachen. Die Daten sollten Aufschluss darüber geben, wie Luchse in einer stärker vom Menschen genutzten Landschaft leben.

Interessierte Revierpächter sind deshalb dazu aufgerufen, Luchsrisse umgehend an die Luchsberater der Jagdkreisgruppen zu melden. Bei Einverständnis des Jagdpächters werden Mitarbeiter des Luchsprojekts die Fallen stellen und ggf. den Luchs mit einem Senderhalsband versehen, so dass seine Raumnutzung nachzuvollziehen ist.



8. Oktober 2005

Vierte Luchsberaterschulung in Wunsiedel

Der Landsjagdverband Bayern hat in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Umweltschutz und dem Arbeitskreis "Luchs Nordbayern" die vierte Luchs-beraterschulung, diesmal an der Landesjagdschule Wunsiedel, durchgeführt. Der Vormittag bestand aus einem theoretischen Teil, der vor allem die Bewertung von Nachweismöglichkeiten wie Spuren, Risse und Losung von Beutegreifern abdeckte.

Nachmittags zeigte Dr. Odward Geisel in gewohnt kompetenter und anschaulicher Weise an einem tot aufgefundenen Reh, wie eine praktische Untersuchung zur Feststellung der tatsächlichen Todesursache ablaufen muss. Dabei wurde deutlich, dass in der Praxis eine Bewertung nicht immer einfach und viel Erfahrung zur letztendlichen Beurteilung notwendig ist. Abschließend informierte Manfred Wölfl über den aktuellen Stand der Luchstelemetrie im Naturpark.

In Nordostbayern sind mittlerweile von Passau bis hinauf nach Kronach über 120 Luchsberater im Einsatz, um vor Ort Hinweise auf die große Katze abzuklären und beratend zur Verfügung zu stehen.



23. September 2005

Luchsprojekt nimmt Kontakt mit dem Wolfsnetzwerk auf

Das Luchsprojekt des Naturparks Bayerischer Wald e.V. hat an einer Sitzung des Wolfsnetzwerks teilgenommen und eine mögliche Zusammenarbeit diskutiert. Das Wolfsnetzwerk hatte sich im Sommer 2004 gegründet, um durch gezielte Information von Behörden und Öffentlichkeit zukünftig Vorfälle wie den Wolfsabschuss bei Wegscheid vom April 2004 zu vermeiden (vgl. Aktuelles vom 25. April 2004).

Eine Zusammenarbeit des Luchsprojekts mit dem Netzwerk wird zukünftig wie folgt aussehen: (1) regelmäßiger Informationsaustausch; (2) wechselseitige Teilnahme an Sitzungen und Veranstaltungen wie z.B. den Luchsberatertreffen; (3) Vorstellung des Wolfsnetzwerks in der nächsten Ausgabe der Luchsnach-richten.



9. Juli 2005

Luchsberatertreffen in Zwiesel

Bei einem Treffen der Luchsberater in Zwiesel, organisiert vom Landesjagd-verband Bayern (BJV) und dem Naturpark Bayerischer Wald e.V., wurde jetzt ein neuer Meldebogen vorgestellt, mit dem Luchsnachweise erfasst werden können. "Alle Beobachtungen, auch wenn sie zuerst unwahrscheinlich erscheinen, sind für uns wichtig", betonte Eric Imm, Naturschutzbeauftragter des Landesjagdverbandes. Der Fragebogen, ein Kooperationsprodukt von BJV, Naturpark Bayerischer Wald e.V., Landesamt für Umweltschutz und Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, steht künftig allen Luchsberatern zur Verfügung. Wer sich mit einem von ihnen in Verbindung setzen will, findet die Adressen der Luchsberater des BJV im Internet unter www.jagd-bayern.de.

Luchsberater werden unter anderem dafür ausgebildet, im Fall von tot aufgefundenen Wild- oder Nutztieren die Todesursache festzustellen (z.B. Luchs, Hund oder Krankheit). Dies ist wichtig, da Halter von Nutztieren eine Entschädigung aus einem Fonds erhalten, wenn sich der Luchs an ihrem Eigentum vergreift. Der Fonds wurde 1997 angelegt, wird finanziert von BJV, Bund Naturschutz, Landesbund für Vogelschutz und verwaltet vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. Bestätigt ein Luchsberater einen Luchsriss an einem Wildtier (Reh, Rotwild oder Mufflon) zahlt der BJV eine Meldeprämie. Durch weitere Schulungen und Fortbildungen soll das Beraternetz enger geknüpft und auf hohem Niveau gehalten werden.

Wie wichtig die Tätigkeit der Luchsberater ist, zeigte sich erst vor kurzem, als im Landkreis Deggendorf über längere Zeit hinweg über 100 Schafe gerissen wurden. Der Luchs stand ebenso im Verdacht wie wildernde Hunde. Als der Luchsberater Heinz App hinzugezogen wurde, stellte sich heraus, dass zwei wildernde Hunde die Verursacher waren. "Wir würden uns wünschen, dass die Zusammenarbeit der Landwirte und der Polizei mit den Luchsberatern noch verbessert würde", resümierte App seine Erfahrungen.



27. Juni 2005

Luchsberater treffen sich am 9. Juli in Zwiesel

Der Landesjagdverband Bayern und der Naturpark Bayerischer Wald laden für Samstag, den 9. Juli 2005, alle Luchsberater in das Naturparkhaus in Zwiesel ein, um über die Luchsarbeit und damit verbundene Themenbereiche zu informieren.

Die von 9.00 bis 14.00 Uhr angesetzte Veranstaltung behandelt folgende Punkte: Luchsprojekte Naturpark und Nationalpark; Luchssituation 2004/2005; Luchs-Datenbank, Einführung des neuen Erhebungsbogens, Konzept Luchs Bayern; bundesweites Projekt über große Beutegreifer; Aktuelles zum Wolf. Darüber hinaus bleibt genügend Zeit für eine hoffentlich angeregte und spannende Diskussion.



24. Juni 2005

Gründung einer Luchsinitiative in Nordrhein-Westfalen

In Simmerath-Einruhr in der Nordeifel hat sich die Initiative "Pro Luchs & Co - Initiative für biologische Vielfalt" gegründet. Die Nationalparkverwaltung Eifel will mit dieser Initiative die Kommunikation zwischen den Interessensgruppen fördern, sachlich und fachlich korrekte Information austauschen und möglichen Konflikten frühzeitig durch offene Diskussion zwischen allen Beteiligten begegnen.

Die Gründungsmitglieder der offenen und auf aktive Mitarbeit angelegten Initiative erfuhren in der Veranstaltung mehr über den Umgang mit dem Luchsthema im benachbarten Rheinlandpfalz. Das inzwischen eingerichtete länderübergreifende Luchsberaternetz soll Luchs-Hinweisen nachgehen und kompetente Ansprechpartner in der Region stellen. Das Luchsprojekt des Naturparks Bayerischer Wald e.V. stellte die Erfahrungen mit dem Luchs in Bayern zur Diskussion.



13. Juni 2005

1. Treffen des Regionalen Arbeitskreis Luchs

Im Naturparkhaus in Zwiesel trafen sich Vertreter von Behörden und Interessensgruppen zur ersten Sitzung des regionalen Arbeitskreise Luchs. Die Regierung von Niederbayern, beauftragt vom Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucheschutz, hatte diesen Arbeitskreis einberufen, um den Informationsaustausch zu verbessern, aber auch um die verschiedenen Luchsprojekte und Schutzmaßnahmen besser koordinieren zu können.

Nach einer Bestandsaufnahme der bisherigen Luchsarbeit wurden die Ziele und Maßnahmen zum langfristigen Luchsschutz in der Region diskutiert. Der Arbeitskreis einigte sich auf folgende konkrete Maßnahmen: (1) Das Luchsberater netz soll durch Schulungen, Fortbildungen und Einbezug in den Datenrückfluss aufgewertet werden; (2) die vom Landesamt für Umweltschutz erstellte Datenbank bildet die Grundlage für das Luchsmonitoring; (3) der Luchs soll durch effektive Öffentlichkeitsarbeit stärker in das Bewußtsein vor allem junger Menschen gerückt werden; (4) die winterlichen Abspüraktionen sollen auch außerhalb des Nationalparkes durchgeführt werden; (5) eine enge Zusammenarbeit mit der neu organisierten Staatsforstverwaltung wird angestrebt.



8. Juni 2005

Schulprojekt an der Realschule Freyung gestartet

Im Rahmen einer offiziellen Einführung ist an der Realschule in Freyung ein Schulprojekt zum Thema "Luchs und Mensch" gestartet worden. Bis zum Schuljahresende bearbeiten dabei die Schüler der 6. Klassen in fächerüber-greifenden Projektgruppen die verschiedensten Aspekte rund um den Luchs.

Gleichzeitig stellte die Forstdirektion Niederbayern-Oberpfalz die von der Bayerischen Staatsforstverwaltung in Auftrag gegebene Informations-DVD "Der Luchs kehrt zurück - von Luchsen, Wäldern und Menschen" vor. Die aus Mitteln der Jagdabgabe finanzierte DVD stellt den Luchs und sein Zusammenleben mit den Menschen vor und will für die große Katze in unserer Kultur- und Naturlandschaft werben. Die DVD ist mittlerweile an über 600 Schulen in Bayern verteilt worden und kann unter www.waldbild-online.de kostenlos heruntergeladen oder auch bestellt werden.



5. Juni 2005

Lynx Group trifft sich im Hans-Eisenmann-Haus

Zu ihrem regelmäßigen Treffen hat sich die länderübergreifende Expertengruppe in Neuschönau getroffen. Auf der Tagesordnung stand vor allem die Vorstellung und Diskussion des Nationalpark-Telemetrie-Projektes. Darüber hinaus wurde die weitere Zusammenarbeit mit den Ländern Slowakei, Polen und Ungarn zur Umsetzung des CELTIC-Konzeptes beraten. Einmal mehr ging es in der Folge um die Vergleichbarkeit der in Tschechien, Österreich und Deutschland gesammelten Luchsdaten.

Die gemeinsam verfasste Veröffentlichung zur Situation des Wolfes im Böhmerwald (pdf 2,2 MB) ist inzwischen in englischer Sprache erschienen und soll demnächst noch ins Deutsche übersetzt werden. Darüber hinaus will die Gruppe die Themen "Grenzübergreifende Luchssituation 1999-2004" und die Ergebnisse der bisher durchgeführten Radiotelemetrie veröffentlichen.



1. Juni 2005

Luchsfilm am 6. Juni 2005 in der ARD

Der mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnete Dokumentarfilm "Luchswege" wird am Montag, den 6. Juni 2005 um 16.15 Uhr in der Sendereihe "Abenteuer Wildnis" gezeigt. Die für die ARD erstellte Langfassung erzählt das Erwachsenwerden der Luchsin Großpfote im Bayerischen Wald. Der Film beruht auf dem gleichnamigen Roman, der im Jahr 2001 erschienen ist.



25. April 2005

Auszug aus der Pressemitteilung des Bayerischen Umweltministeriums vom 21. April 2005

Der Luchs hat sich in den letzten Jahren in Bayern etabliert: Neben seiner "neuen Heimat" im Bayerischen Wald ist er auch schon im Fichtelgebirge, im Frankenwald, im Altmühltal und in der Fränkischen Schweiz gesichtet worden. Nachdem inzwischen auch Wölfe das bayerisch-böhmische Grenzgebirge durchstreifen, hat den Bayerischen Umweltminister Dr. Werner Schnappauf jetzt veranlasst, dass eine Arbeitsgruppe "Große Beutegreifer" eingerichtet wird, um mit allen beteiligten Interessensgruppen ein akzeptiertes und langfristiges Miteinander von Mensch und Tier zu erreichen.

Im Nationalpark Bayerischer Wald wurde am 8. März ein wilder Luchs ge-fangen, mit einem GPS-Halsband versehen und wieder freigelassen. Seitdem erhalten die Luchs-Forscher zwei- bis viermal täglich die aktuellen Aufenthalts-orte des Luchses per SMS mit einer Genauigkeit von zirka 10 Metern. Bis zu 20 Kilometer legte der Luchs an einem Stück zurück, und das nicht nur nachts wie ursprünglich vermutet, sondern auch tagsüber. Der Luchs und seine Verbrei-tung sowie seine Rolle im Bergwaldökosystem beiderseits der Grenze soll in den nächsten Jahren einen Forschungsschwerpunkt des Nationalparks bilden. Hierzu werden in einer Testphase zunächst zwei Luchse mit einem satelliten-gestützten Senderhalsband (GPS-Empfänger) versehen. Ist die Testphase erfolgreich, erhalten bis zu sechs Luchse und zehn Rehe einen Sender, um die Interaktion zwischen Jäger und Beute zu erforschen.

Schnappauf wies darauf hin, dass neben diesen aktuellen Forschungen im Nationalpark das Umweltministerium seit 1998 das Luchsprojekt des Naturparks Bayerischer Wald jährlich mit 21.000 Euro fördert. Ziel des parkübergreifenden Projektes ist, den Luchsbestand möglichst genau zu erfassen und eventuelle Populationstrends zu ermitteln sowie die Menschen vor Ort sachlich und fachlich fundiert zu informieren. Der Naturpark verwaltet auch den im Jahr 1997 von Landesjagdverband, Bund Naturschutz und Landesbund für Vogelschutz beim Symposium von Deggendorf eingerichteten Luchsfonds zur Entschädigung von Haustierrissen. Des weiteren wurden inzwischen über 100 Luchsberater vom Naturpark zusammen mit dem Landesjagdverband geschult. Luchsberater sind regionale Ansprechpartner, die vor Ort möglichen Luchshinweisen nachgehen. Sie begutachten Risse an Nutz- und Wildtieren und informieren und beraten die Bevölkerung in Sachen Luchs.

Der Luchs ist inzwischen in Bayern, Sachsen, Thüringen, Tschechien und Öster-reich verbreitet. Deshalb komme dem bayerischen Umweltministerium die Rolle einer Luchs-Schaltzentrale zu, um die zahlreichen Aktivitäten der verschie-denen Interessensgruppen zu koordinieren, so der Minister. Derzeit erstellt das Landesamt für Umweltschutz eine Luchsdatenbank, in der die Daten aller Interessensgruppen und Institutionen zentral zusammen laufen, und erarbeitet ein "Luchskonzept" für Bayern, das die biologischen und tiergeographischen Grundlagen zusammenträgt. Darüber hinaus soll in der Arbeitsgruppe "Große Beutegreifer" mit allen beteiligten Interessensgruppen einheitliches Vorgehen abgestimmt werden.



20. April 2005

Grenzüberschreitendes Management von großen Beutegreifern

Unter diesem Motto diskutierten am vergangenen Wochenende über 90 Vertreter aus Wissenschaft, Behörden und Verbänden im slovenischen Osilnice an der kroatischen Grenze. Europaweit wurde der Umgang mit Bär, Wolf und Luchs thematisiert und dabei der Schwerpunkt auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gelegt.

In Arbeitsgruppen wurden die größten Schwierigkeiten für ein länderüber-greifendes Miteinander definiert: fehlender politischer Wille; unterschiedliche gesetzliche Regelungen; verschiedene Schwerpunkte und Interessen; zwischenmenschliche Konflikte.

Die SCALP-Initiative wurde als Vorbild für ein gelungenes Miteinander hervorgehoben. Vertreter aus Deutschland, Tschechien, Österreich, der Slowakei, Polen und Ungarn besprachen das Konzept CELTIC und verständigten sich darauf, mittelfristig eine Verbindung zwischen der Bayerisch-Böhmischen Luchspopulation und den slowakischen Karpaten sicherzustellen.



30. März 2005

Ergebnisse der Österreichischen Luchstagung

"Luchse in Österreich - Wo? Wieviele? Wie damit umgehen?" - so lautete das Motto der Luchstagung in den Österreichischen Kalkalpen. Die Informations-veranstaltung am ersten Tag mit 150 Teilnehmer aus Behörden, Jagd, Forst, Landwirtschaft, Naturschutz und interessierter Öffentlichkeit zeigte auf nationaler und internationaler Ebene auf, wie mit dem Luchsthema umgegangen wird und wo die noch ungelösten Probleme stecken.

Am zweiten Tag wurden diese Themen in einem auf 40 Teilnehmer beschränkten Arbeitstreffen wieder aufgegriffen. Vier Themenschwerpunkte wurden dabei besonders intensiv behandelt:
(1) die Zuständigkeiten beim Luchsthema und die Einbindung der verschiedenen Interessensgruppen in den Entscheidungsprozess
(2) Aktzeptanzsteigerung für den Luchs vor allem innerhalb der Jägerschaft
(3) welche Informationen braucht man für ein vernünftiges Luchsmanagement und wie kann man diese der Öffentlichkeit vermitteln?
(4) wie können die großen Raumansprüche des Luchses mit der Kleinräumigkeit derzeitiger Jagdverwaltung in Einklang gebracht werden?

Als konkretes Ergebnis wurde die Gründung einer Koordinationsgruppe ähnlich wie beim Bärenmanagement beschlossen. Diese Gruppe soll klare Ziele und Perspektiven für den zukünftigen Umgang mit der Luchsthematik formulieren. Darüber hinaus soll das Luchsberaternetz enger genküpft und das Monitoringsystem verbessert werden.



16. -18. März 2005

Luchstagung in den Österreichischen Kalkalpen

In Windischgarsten findet diese Woche eine große Luchstagung unter dem Motto "Luchse in Österreich - Wo? Wieviele? Wie damit umgehen?" statt. Dei Tagung soll Startschuss sein für die interessensübergreifende Ausarbeitung von Strategien, wie zukünftig ein sinnvolles Miteinander von Mensch und Luchs in Österreich aussehen könnte.


12. März 2005

Luchs geht online

Nach gründlicher Vorbereitung hat das Luchsprojekt des Naturpark Bayerischer Wald e.V. seinen Internetauftritt der Öffentlichkeit vorgestellt. Damit wird es einem seiner Projektschwerpunkte gerecht, nämlich fachlich fundierte und umfassende Information über die Luchsthematik bereitzustellen.

Neben der Darstellung der aktuellen Situation vor Ort bereitet die Internetseite die Themenbereiche Luchsökologie und Projektbausteine auf und stellt damit die führende Informationsdrehscheibe in Deutschland dar. Diesem hohen Anspruch will das Projekt auch in Zukunft gerecht werden.
Finanziert wird das Luchsprojekt über Mittel der Europäischen Union (INTERREG III), dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz und dem Naturpark Bayerischer Wald e.V..



12. März 2005

Problemtierarten und Wildtiermanagement

Die Bayerische Naturschutzakademie veranstaltet am Wochenende eine Fortbildung der Naturschutzwacht in Laufen. Am Sonntag stehen die Großsäuger Luchs, Bär und Wolf auf dem Programm. Dabei geht es neben den Lebensraumansprüchen der Beutegreifer um aktuelle Forschung und Strategien für ein sinnvolles und abgestimmtes Miteinander.


21. Februar 2005

Zuwachs im Luchsgehege

Seit wenigen Tage beherbergt das Tierfreigelände des Nationalparks Bayerischer Wald einen neuen Luchs. Der etwa 10 Jahre alte Kuder stammt aus einem privaten Gehege nahe Wien und ersetzt das bisherige Männchen, das im April 2003 im Alter von 23 Jahren gestorben ist.


16. Februar 2005

Tagungsband "Luchsmanagement in Mitteleuropa" ist gedruckt

Nach gut einem Jahr Arbeit ist die Zusammenfassung der Fachtagung "Luchsmanagement" vollendet. Auf 120 Seiten behandeln führende Luchsexperten eingehend die aktuelle Bestandssituation und -trends.
Darüber hinaus werden Gefährdungspotenziale sowie Managementstrategien für ein dauerhaftesÜberleben des Luchses in Deutschland und den angrenzenden Ländern Tschechien, Österreich und der Schweiz aufgezeigt.


14. Februar 2005

Dons Signal doch normal?

Luchskuder Don ist mit regelmäßigem Sendesignal im Nordteil seines Reviers gepeilt worden, etwa drei Kilometer östlich von Bergreichenstein. Offensichtlich funktioniert das Halsband - zumindest derzeit - ganz normal. Damit würde es in Kürze seine dreijährige Tauglichkeit unter Beweis stellen.


05. Februar 2005

Luchsausstellung bleibt noch in Viechtach

Die große Luchsausstellung des Naturpark Bayerischer Wald e.V. bleibt noch bis Ende März 2005 in der Pfahlinfostelle in Viechtach. Interessierte können hier ein Luchsskelett bewundern, über ein Luchsfell streicheln und den heiseren Rufen der großen Katze lauschen.


03. Februar 2005

Wölfe wieder in Bayern

In einer Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz heißt der Bayerische Umweltminister Dr. Werner Schnappauf den Wolf in Bayern willkommen. Seit einigen Jahren gebe es immer wieder Hinweise darauf, dass Isegrimm in den großen Wäldern des Grenzlandes seine Spuren hinterlasse.


22. Januar 2005

Landesjagdverband schult seine Naturschutzbeauftragten

Heute in Feldkirchen bzw. am 29.01. in Erlangen schult der Landesjagdverband Bayern die Naturschutzbeauftragten der Jagdkreisgruppen. Dabei geht es neben umfassender Information zum Lebensraum Brache auch um Konfliktarten wie Biber und Luchs. Letzterer wird durch das Luchsprojekt des Naturparks vorgestellt.


15. Januar 2005

Luchskuder Don wieder aufgetaucht

In Windischgarsten findet diese Woche eine große Luchstagung unter dem Motto "Luchse in Österreich - Wieviele? Wohin? Wie damit umgehen?" statt.


05. Januar 2005

Infrarot-Videofalle aus dem Bayerischen Wald dokumentiert Luchsnachwuchs im Harz

Eine im Jahr 2003 ausgewilderte Luchsmutter mit ihren drei Jungen ist in der Nacht vom 4. auf den 5. Januar an der Nationalparkgrenze östlich von Clausthal-Zellerfeld von einer Infrarot-Videofalle gefilmt worden. Die Luchsfamilie war zu ihrem erbeuteten Riss, einem Rehbock zurückgekommen. Die verwendete Technik stammt aus dem Lamer Winkel - sie wurde in mehrjähriger Testphase zusammen mit dem Luchsprojekt des Naturpark Bayerischer Wald e.V. entwickelt.


02. Januar 2005

"Luchswege" im Fernsehen

Der mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnte Dokumentarfilm "Luchswege" wird heute um 13.35 Uhr im Bayerischen Fernsehen wiederholt. Im Frühjahr soll die für die ARD erstellte Langfassung ausgestrahlt werden.


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